Huhu, Murphy!

Wer’s meinen Podcast nicht hört, wird es nicht wissen: Aufgrund eines defekten Bankautomats sind mein Mann und ich seit Sonntag EC-Kartenlos. Das ist ungefähr so spaßig, wie es sich anhört, nämlich so ganz und gar überhaupt nicht.

Immerhin hat der Herr S. momentan etwas Zeit und kann dementsprechend auch tagsüber zur Bank und da dann Geld abholen. Bei mir sieht es schon anders aus, da ich es dank besonders Arbeitnehmerfreundlicher Öffnungszeiten meiner Filiale an keinem Tag zur Bank schaffen könnte, ohne früher Feierabend zu machen.

Ich möchte aber eigentlich gar nicht über meine Bank (die mit der gelben Sonne) meckern, weil ich ansonsten sehr zufrieden mit denen bin. Außerdem war der defekte Bankautomat ja gar nicht von denen, sondern von der Bank meines Mannes (der mit dem komischen blauen Kästchen mit dem Querstrich). Ich muss dazu auch sagen, dass ich selten so nette und freundliche Menschen am Telefon habe wie bei der Hotline meiner Bank. Wenn ich da anrufe, flirte ich ja mehr oder weniger die ganze Zeit nur mit denen rum.

Es kann jedenfalls jetzt abwarten, bis ich meine neue (oder meine alte) Karte zugeschickt bekomme, was angeblich schon so um die zehn Tage dauern kann. Das bedeutet dann natürlich, dass ich zehn Tage lang nichts kaufen kann, denn ich hab ja kein Geld und kann auch keins abheben, weil ich nie und nimmer rechtzeitig zur Bank komme. Kann man ja auch positiv sehen: Vielleicht spare ich so auch ein wenig Geld. Kann ja sein.

Ich hätte ja auch noch meine Kreditkarte, aber es kommt ja schon einem Abenteuer gleich, hier in Deutschland was mit Kreditkarte bezahlen zu wollen. Meistens wird man dann mit großen Augen angesehen. Schon mit EC-Karte wird es ja gelegentlich kritisch. Ähm… Kundenservice? Bargeldloses Bezahlen? Praktisch für so Leute wie mich, die ihr Gehalt direkt aufs Konto und nicht bar auf die Hand kriegen?

Okay, vergesst es einfach.

Also, jedenfalls sind wir EC-Kartenlos. Immer noch.

Die komplette Geschichte (wieder für die, die den Podcast nicht gehört haben) ist übrigens noch ein bisschen schöner: Erstens waren wir ja nur in Köln, weil wir dachten, da hätten zumindest einige Geschäfte geöffnet, was sich als naiver Irrglaube entpuppte. Dann kam die Geschichte mit den EC-Karten und dann auch noch die mit meinem Handy, dessen Batterie natürlich dann auch leer war. Dafür haben wir immerhin einen Parkplatz mitten in Köln gefunden, bei dem wir nichts bezahlen mussten. Wäre nachher auch schwer gewesen, so ohne Bargeld und EC-Karte.


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Kommentare

4 Antworten zu „Huhu, Murphy!“

  1. Avatar von Marcus

    ein kostenbloser parkplatz? in köln? in der innenstadt? halte ich für ein gerücht 😉

  2. Avatar von dondiaz
    dondiaz

    I thought we agreed you weren’t going to use „handy“?

  3. Avatar von Anne

    The proper term for „cell“ in German is „Handy“, which means that it is perfectly acceptable to say „Handy“ when writing a German text. In fact the only way to avoid it would be to substitute it with „Mobiltelefon“ which would also be okay, but I can’t remember ever actually using this is word in a real-time conversation, so it would be weird to use it in written language.

    So there.

  4. Avatar von dondiaz
    dondiaz

    So there?
    I can’t believe that you of all people would attempt to rationalize foreign word usage that causes the native speaker to cringe and that exposes the user as an ignorant wanna-be.
    The solution is right there in your response. Either use „cell“, as in „I’m going to call you on your cell“ or „mobil“, as in „I’m leaving the house, I’m going to be on my mobil“.

    Go ahead, try it. It might get you strange looks from your friends and co-workers in the beginning, but the ensuing feeling of linguistic superiority is well worth it.

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