Mittlerweile bin ich ja davon überzeugt, dass das Internet die klassischen Medien nie ablösen wird. Im Gegenteil, im Moment scheint es eine Renaissance der ganz klassischen Kommunikationswege zu geben.
Ich denke da nur mal an das Fremdposteln von Pia und diverse andere ähnliche Aktionen. Ich weiß im Übrigen immer noch nicht, wer meine Postkarte bekommen hat. Kann sich derjenige nicht mal melden? Außerdem die diversen Verschickaktionen, die quer durch Europa oder die ganze Welt gehen. Da werden CDs, Lebensmittel und was-weiß-ich-nicht-noch an irgendwelche fremden Leute geschickt und selber bekommt man auch sein Überraschungspäckchen.
Bemerkenswert ist dabei ja auch, dass niemand auf die Idee kommt, MP3s elektronisch zu verschicken. Wenn man sich mal die Flickr-Group zum Summerburn ansieht, da merkt man mal, wie viel Mühe sich so mancher mit seiner CD, dem Booklet und teilweise sogar der Verpackung gibt.
Und jetzt diese Helena-Stavros-Geschichte, bei der jemand Kaleidoskope und seltsame Todesanzeigen verschickt, ein Rätsel, bei dem noch keiner weiß, worum es geht, aber alle mitmachen. Und dieses Rätsel kam eben nicht per Mail, sondern mit der Post. Extra eingepackt, sorgfältig adressiert und zur Post gebracht.
Update: Jetzt weiß man ja angeblich, worum es geht. Ich enthalte mich einer Meinung und jeglichen Kommentars aus vielerlei Gründen. Es ist nämlich auch egal.
Mit Freude stelle ich also fest, dass das (Vorsicht: böses abgedroschenes Wort folgt) Web 2.0 in vielen Menschen Kreativität hervorruft und diese sich dann nicht nur aufs Internet beschränkt, sondern auch in der wirklichen oder besser nicht-virtuellen Welt seine Spuren hinterlässt. Insofern: Die Leute werden weiterhin Bücher und DVDs kaufen, Päckchen packen, Briefe und Postkarten verschicken. In Zukunft vielleicht sogar wieder öfter.
Schön ist das.
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