Archive for June, 2006

Viertelfinale Deutschland – Argentinien

Friday, June 30th, 2006

Gerade mal 5. Minute. Mannmannmann. Das ist mir eigentlich schon viel zu spannend hier.

Ich muss ja dauern aufpassen, dass ich nicht vergesse zu atmen.

Update 80. Minute: Das ist ja die reinste Achterbahnfahrt der Emotionen hier. Seit wann machen mich Fußballspiele nervlich so fertig?

Update 105. Minute: Schweißgebadet.

Update Spielende
: So viel Freude bei den deutschen Spielern. Hach, wie schön. Ich könnte fast heulen vor Glück. Jetzt muss ich mich erstmal beruhigen, und den Blutdruck ein bisschen runterbringen. Mann, kann Fußball spannend sein.
Ich hab im Übrigen zwischenzeitlich mit zwei Kissen vorm Gesicht auf dem Sofa gesessen. Meine Mutter hat auf die Nacktmull-Reportage bei arte umgeschaltet, wenn’s zu spannend wurde. Das war ja auch fast nicht auszuhalten.

Jetzt Hupen und Freude da draußen. Nochmal: Hach, wie schön.

Luxusessen

Friday, June 30th, 2006

Die Eltern waren in Spanien und was hab ich davon?

Ganz klar: Ein Stück spanischen Käse… äh… Queso natürlich, ein Stück Serranoschinken und eine halbe spanische Salami.

Und zwei Gläser Jostamarmelade, aber die war nicht aus Spanien, sondern noch aus dem Keller. Offensichtlich bin ich doch die Einzige in der Familie, die süchtig danach ist.

Klavier statt Podcast

Thursday, June 29th, 2006

 Ich musste heute mein iTunes mal aufräumen und hatte dann auf einmal das dringende Bedürfnis, Chopinwalzer und Gnossiennes von Satie zu spielen, deswegen gibt’s heute keinen Podcast. Vielleicht morgen, ansonsten sicher am Sonntag.
Und wenn ich ein bisschen mehr geübt hab, kann ich euch ja was vorspielen, falls das ernsthaft jemanden interessiert.

Links zur Sendung:
Frédéric Chopin bei Wikipedia
Frédéric Chopin: Walzer Op. 69 As-Dur (1835)
Eric Satie bei Wikipedia

Podcast zum Anhören und Downloaden:
Klavier statt Podcast

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Hannibal ist schuld

Thursday, June 29th, 2006

Machen wir uns doch nichts vor: Seitdem ich “Hannibal” gesehen habe, kann ich mir doch eh nichts mehr mit Ray Liotta ansehen, ohne dass ich sofort an diese eine Szene denken muss. Wer den Film ebenfalls gesehen hat, wird wissen, was ich meine und alle anderen können sich glücklich schätzen, wenn sie nicht wissen, was ich meine.

Sorry, Ray.

Schauder.

TV-Vor-Vorschau (oder so)

Thursday, June 29th, 2006

Beim Futon Critic werden seit dem 5. Juni die neuen Serien der Staffel 2006/2007 vorgestellt. Auf dieser Basis hab ich schon letztes Jahr meinen TV-Plan aufgestellt.

Für so bekloppte Leute wie mich ist das auf jeden Fall eine ganz schöne Übersicht und erleichtert das Aussieben besonders interessanter (oder eben besonders mieser) Serien ungemein.

Huch.

Thursday, June 29th, 2006

Wie? Was? 14 User online?

Ist das jetzt wieder nur eine böse Spam-Attacke oder bin ich jetzt auf einmal total beliebt?

Ordentlich protestieren

Thursday, June 29th, 2006

Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt bei dem ein oder anderen etwas unbeliebt mache… ich schreib’s trotzdem.

Man kann ja von den Studentenprotesten halten, was man will. Man kann meiner Ansicht auch von Studiengebühren halten, was man will. Ich sehe zum Beispiel generell kein Problem darin, Gebühren einzuführen, finde aber, dass es an der Durchführung doch gewaltig hakt.

Dann sag ich auch immer, dass es ja schon stimmt, dass es in Amerika ja noch viel schlimmer ist, aber da gibt es auch halbwegs ordentlich organisierte Studienkredite, eine langjährige Stipendiumskultur und ich vermute mal, dass da die Chancen, nach dem Studium ziemlich schnell einen Job zu bekommen, deutlich größer sind als hier. Kann man also nicht wirklich vergleichen.

Was mich aber ein bisschen irritiert ist die Art und Weise, wie die Studenten hier mit dem ganzen Thema umgehen. Erstmal machten sie mehr oder weniger gar nichts, und jammerten nur auf eher mittelmäßigem Niveau ein wenig rum. Dazu kamen dann ein paar Aktionen, die ich eher kindisch fand – also die, die ich gesehen habe. Das hatte eher was von Rumgetrotze als von ernsthaftem Auseinandersetzen.

Als es schließlich im Prinzip schon beschlossene Sache war, wurden ein paar Rektorenbüros besetzt und nach ein paar Tagen recht freiwillig nach Polizeiaufforderung wieder verlassen. Auch schön, wobei mir die Sinnhaftigkeit dieser Aktionen ein wenig abgeht, aber das kann ja auch an mir liegen.

Jetzt auf einmal gehen aber alle auf die Barrikaden und zünden in Wiesbaden ebensolche auch noch an. Nun muss ich hier als Steuerzahler mal deutlich sagen, dass ich irgendwie nicht sehe, warum ich Leuten das Studium mitfinanzieren sollte, die es in Ordnung finden, Sperrmüll in Brand zu setzen. Das finde ich nämlich nicht in Ordnung und mir fällt auch spontan kein Grund ein, der eine solche Handlung rechtfertigt. Jedenfalls nicht im Rahmen von Anti-Studiengebühren-Protesten.

Auch sonst bin ich ein wenig enttäuscht von den deutschen Studenten. Da ich mal prinzipiell davon ausgehe, dass ein Studium eine gewisse Intelligenz voraussetzt, frage ich mich, warum die ganze Energie, die fürs Protestieren und Traurige-Zukunft-Ausmalen ver(sch)wendet wurde, nicht mal etwas konstruktiver dafür eingesetzt wurde, um mit Universitäten, Politik und Wirtschaft zusammen brauchbare Konzepte für eine zukünftige Studienfinanzierung zu entwickeln. Hat denn irgendwer ernsthaft daran geglaubt, dass die Studiengebühren doch nicht kommen? Oder ist das wieder typisch wir, erst rumprotestieren und sich dann letztlich doch dem Schicksal ergeben?

Vielleicht gab es ja von der ein oder anderen Seite Bestrebungen, sich bei der Diskussion einzubringen und an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten. Allerdings hab ich davon nichts mitbekommen. Ich kann leider erst mal nur von dem ausgehen, was ich in den Nachrichten gelesen oder gehört habe. Und da wurde eben nur ein bisschen protestiert und dann ein bisschen was in Brand gesetzt. Und genau bei letzterem hört für mich der Spaß auch auf. Protestieren ist jedermann’s gutes Recht und sollte auch genutzt werden. Sperrmüll entzünden ist aber was anderes und zeugt meiner Ansicht nach auch nicht von besonderer Intelligenz.

I Did.

Wednesday, June 28th, 2006

Im Spiegel Online gibt es einen ganz amüsanten Artikel über die neue Bürgerlichkeit, die unter anderem im vermehrten “Sichtrauen” ihren Ausdruck findet.

Nun bin ich ja verheiratet. Und den ersten Hochzeitstag haben wir auch schon hinter uns. Also kann ich ja schon mal nicht sagen, dass ich heiraten prinzipiell schlecht finde, denn das würde dann doch in argem Widerspruch zu einem bestimmten Tag im April 2005 stehen.

Ich erinnere noch, wie mir vor ein paar Jahren eine Kommilitonin, mit der ich auch zusammen Abi gemacht habe, während einer Vorlesung die Hand unter die Nase hielt und mir mitteilte, dass sie jetzt verlobt sei. Wie üblich musste ich da erstmal schlucken. Natürlich sagt man da “Gratulation!” und “Toll!” und sowas und erkundigt sich mal, wann denn die Hochzeit geplant sei und all solche Sachen. Ich war ja auch nie gegen’s Heiraten. Ich erfuhr dann auch, dass sie und ihr Zukünftiger am Tage der Hochzeit dann ungefähr anderthalb Jahre zusammen sein würden.

Bitte was???

Das habe ich jedenfalls gedacht, gesagt habe ich nichts. Ich gönne wirklich jedem (na ja, fast jedem), dass er seinen Traumpartner findet und dann möglichst glücklich mit ihm oder ihr wird. Aber aller Romantik zum Trotz halte ich es doch prinzipiell für etwas verfrüht, nach weniger als einem Jahr Partnerschaft schon die Hochzeit zu planen. Zumal, wenn man gerade erst Anfang zwanzig ist.

Wie auch immer. Aus meiner Stufe waren mindestens drei Mädchen vor mir verheiratet, wobei ich über die genauen Umstände nicht Bescheid weiß. Ich war auch auf keiner dieser Hochzeiten. Überhaupt war ich in meinem Leben auf insgesamt fünf Hochzeiten, meine inbegriffen. Davon waren auch nur zwei kirchlich, und auf der einen war ich mal gerade knuffige vier oder fünf Jahre alt und habe so ziemlich keine Erinnerung daran. Meine Hochzeitserfahrung hält sich also in ertragbaren Grenzen.

Dass wir uns irgendwann auch entschieden haben, zu heiraten, hatte mehrere Gründe. Erstens mal stand für mich eigentlich schon fest, dass ich heiraten wollte. Die Frage war also eher wann. Zum Zeitpunkt der Hochzeit waren der Herr S. und ich dann schon satte fünf Jahre zusammen, davon knapp zwei mit gemeinsamer Wohnung. Aus meiner Sicht reicht diese Zeitspanne aus, um einigermaßen einschätzen zu können, ob das was wird oder nicht. Der nächste Punkt war ganz klar unromantisch der finanzielle Aspekt: einerseits die Steuern, andererseits die Krankenkasse. Ich würde nie allein aus finanziellen Gründen heiraten, aber man sollte nicht unterschätzen, wie viel mehr da dann doch rauskommt.

Ein letzter Grund (zumindest für mich), uns dann tatsächlich festzulegen, war im Übrigen das Datum. Nein, kein blödes Schnapsdatum. Das finde ich ja immer eher albern, und dient ja auch nur dazu, dass man sich den Hochzeitstag besser merken kann. Wir haben dagegen an dem Tag geheiratet, an dem meine Oma ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte, fast genau 10 Jahre nach ihrem Tod und genau 54 Jahre nach ihrer eigenen Verlobung.

Was ich dann gelernt habe, war Folgendes: Heiraten ist einfach. Wirklich.

Wir waren ziemlich genau dreimal beim Standesamt. Einmal, um uns zu erkundigen, einmal, um alles festzuklopfen und einmal, um zu heiraten. Gekostet hat uns das 66 Euro. Billiger ging glaub ich auch nicht, da hatten wir schon das Basispaket ohne irgendwelche Extras.

Auch sonst ist Heiraten wirklich einfach. Man kann ja auch ohne Ringe heiraten und ohne Trauzeugen. Trauzeugen hatten wir schon, Ringe keine. Den Standesbeamten haben wir ungefähr drei Minuten vorher kennengelernt. Sicherlich kann man das auch sehr viel detaillierter und persönlicher planen, aber daran hatten wir beide kein richtiges Interesse. Nach dreißig Minuten hatte ich einen neuen Namen und einen Ehemann statt einem Freund und wir konnten nach Hause fahren.

Natürlich haben wir noch gefeiert, und zwar bei meinen Eltern zu Hause. Eingeladen war Familie und ein paar Freunde. Insgesamt kamen wir da so auf 40 bis 50 Leute, allerdings hab ich nicht gezählt. Ums Essen und Trinken hatten sich meine Eltern gekümmert, ein bisschen was wurde noch von anderer Seite dazugesteuert. Dazu kam, dass wir aufgrund des Datums an einem Montag geheiratet haben, es also eh nichts war mit bis in den Morgen feiern. Sogar ich bin am nächsten Tag zur Arbeit gegangen, wenn ich mich richtig erinnere.

So war’s also. Kirchlich haben wir nicht geheiratet und haben das auch nicht vor. Das liegt allerdings bei mir vor allem daran, dass ich mir ziemlich doof dabei vorkommen würde, auf eine kirchliche Hochzeit zu bestehen, wo ich doch nie in die Kirche gehe. Ich kann zwar verstehen, warum andere Leute das unbedingt wollen, für mich kommt es nicht in Frage. Meiner Ansicht nach kann man auch einfach so ein schönes großes Hochzeitsfest feiern.

Blöde Spiele gab’s auch nicht. Gott sei Dank. Ich kriege immer einen großen Schreck, wenn ich Hochzeitsberichte höre oder lese, wo das arme Brautpaar mit irgendwelchen vermeintlich witzigen Spielen gequält wurde. An dieser Stelle möchte ich mal festhalten, dass ich ganz sicher keinen Spaß daran hätte, von meiner eigenen Hochzeit entführt zu werden, um dann in irgendeiner verrauchten Kneipe darauf zu warten, dass der Herr Bräutigam mich findet und ich endlich wieder zurück darf. Außerdem will ich auch nicht, dass irgendwelche Freunde mir Sachen aus meiner Wohnung klauen, und nur gegen Erfüllung doofer Aufgaben wieder rausrücken. Diebstahl ist sowas. Und überhaupt ist Walzer tanzen in umgekehrten Rollen (also Mann tanzt Frauenpart und andersrum) nicht ernsthaft amüsant. Ich kann ja noch nicht mal einen Walzer in richtigen Rollen tanzen. Meinen Brautstrauß hab ich auch nicht geworfen. Statt dessen hab ich den getrocknet und im Schlafzimmer stehen.

Jeder soll seine Hochzeit so gestalten, wie er mag. Ich wollte eine unkomplizierte Feier mit netten Leuten und leckerem Essen und hab das auch so bekommen. Am ersten Hochzeitstag waren wir in Köln beim Japaner und haben da schön zu zweit gefeiert.

Ringe haben wir übrigens mittlerweile, aber sie passen noch nicht. Nachdem vor ein paar Monaten mein Opa gestorben ist, hat uns meine Mutter die Eheringe meiner Großeltern gegeben. Die müssen wir jetzt noch anpassen lassen, sind aber bislang noch nicht dazu gekommen.

Und ein Hochzeitslied gab’s auch. Darum hatte meine Mutter sich gekümmert und noch extra die CD gekauft. Und beim kleinen Sektempfang zu Hause sang Dusty Springfield dann (quasi mir aus der frisch verheirateten Seele sprechend) “Son of a Preacher Man”.

Letztlich kann man also feststellen.: Hochzeiten können ganz, ganz schlimm sein. Müssen aber nicht.

Baummörder

Wednesday, June 28th, 2006

Laut meinem Vater hab ich ja schon in sehr frühem Alter massenhaft unschuldiges Papier bekritzelt. Hat sich auch in mehr als zwanzig Jahren nichts dran geändert, ich hab jetzt nur mehr technisches Spielzeug, um mir die Papierentjungferung gelegentlich etwas leichter zu machen.

Letztlich sind PDFs doch auch nur dafür da, mit dem Laserdrucker auf Papier gebracht zu werden.

Mannmann, was wegen mir schon für Wälder gerodet werden mussten. Und warum hab ich noch nicht mal ein schlechtes Gewissen deswegen?

Mal ehrlich

Wednesday, June 28th, 2006

Interessiert sich eigentlich jemand für die Hochzeit des Herrn Jauch? Mir ist die nämlich ziemlich egal, der kann machen, was er will und dabei sein will ich auch nicht. Obwohl ich eine persönliche Einladung auch nicht ausschlagen würde, allerdings vor allem, weil ich vermute, dass es da wahrscheinlich richtig gutes Essen gibt.

Ansonsten wünsche ich dem Brautpaar mal alles Gute und eine schöne Hochzeit und hoffe, dass keine doofer Medienmensch da irgendwas verdirbt.