Späte Entdeckungen: TV-Trends die irgendwie an mir vorbeiliefen

Mehr neuer Nationalsport: Erzählen, welche Serien man viel zu spät entdeckte. Nämlich dann, als alle anderen schon längst Bescheid wussten.

Ehrlich gesagt sind das nicht so viele, aber dazu später mehr. Ich kann das auch insofern entschuldigen, als dass ich bis vor ca. zwei Jahren – also bis zur Einführung von DVB-T hier im Rheinland – Fernsehtechnisch immer sehr unterversorgt war. Man kann halt kein Buffy gucken, wenn man kein PRO7 hat. Ganz einfach. Und damals (lang, lang ist’s her) gab’s ja auch noch nicht zu jeder noch so unbekannten Serien die passenden DVD-Boxen.

Zu Ally McBeal hab ich ja noch relativ früh gefunden, glaub ich jedenfalls. Außerdem haben da ja offensichtlich alle zu spät geschaltet, VOX musste die Serie ja quasi zweimal starten, bis der Erfolg kam.
Bei den Gilmore Girls hab ich ein paar Folgen gesehen, als es gerade hier bei VOX anlief, dann aber nicht weitergesehen, vermutlich aus Zeitgründen, zunächst lief die Serie noch nachmittags. Nach einer recht langen Pause hab ich dann aber recht schnell mit DVDs alles aufgeholt und war dann zur sechsten Staffel wieder sozusagen auf US-Niveau.
Auch bei Charmed bin ich erst eingestiegen, als das schon ziemlich lange bei PRO7 liefe, aber darüber möchte ich mich jetzt nicht so auslassen, weil ich es prinzipiell nicht als Leistung oder besonders bemerkenswert empfinde, dass ich Charmed gesehen habe. Eher etwas bedenklich, guilty pleasure eben. Obwohl ich bei den letzten beiden Staffeln die meiste Zeit so genervt war, dass man das pleasure da auch schon streichen könnte.
Last, but not least und quasi unbelievable: Auch bei Buffy war ich Späteinsteiger. Mein bester Freund hat mich aber mit Videos versorgt, so dass ich die ersten vier Staffeln ratzfatz aufholen konnte, Staffeln 5 und 6 hab ich dann auf DVD gesehen, und bei Staffel 7 war ich dann gleichauf mit der US-Staffel und hab die Folgen scheibchenweise (ebenfalls vom besten Freund) auf CD geliehen bekommen.

Buffy war im Übrigen auch mein Einstieg zum Serienjunkie, denn auch, wenn ich vorher schon ein paar Serien (Earth 2, anyone?) hatte, die ich liebend gerne verfolgte, so brauchte es erst Buffy und den erwähnten besten Freund, um mich endgültig zu US-Serien zu bekehren.

(Via Anke.)


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Kommentare

5 Antworten zu „Späte Entdeckungen: TV-Trends die irgendwie an mir vorbeiliefen“

  1. Avatar von Michael
    Michael

    Meine erste Serienerinnerung ist Star Trek TNG im ZDF.
    Oh je, ja an Earth 2 kann ich mich auch erinnern. Das war noch zu Zeiten als man als SF Fan schon dankbar war, wenn nur irgendwas, was entfernt an SF erinnerte, im Fernsehen lief. Nur leider war Earth 2 damals schon richtig schlecht. Schön, daß man heute für gute Serien nicht mehr auf den telly angewiesen ist.

  2. Avatar von Anne

    Earth 2 ist überhaupt rein gar nicht schlecht. Pffft.

  3. Avatar von marcc

    „Earth2“ hatte ich ganz schnell weggelassen, als ich erfahren hatte, dass es nur eine Staffel gibt – und die keine Lösung hat.

  4. Avatar von EmmJay

    TNG aufm ZDF war auch bei mir ein erster Einstieg. Da ich das meist bei meinen Großeltern gesehen hab, musste ich danach auch immer Mord ist ihr Hobby sehen. Aber bis ich mich selbst als Serienjunkie bezeichnen konnte, war es noch ein weiter Weg. Denke, das kam erst mit den aufkommenden DVD-Boxen so richtig: SatC, DS9, X-Files. Und dann ging es erst so langsam an die aktuellen Serien…

  5. […] … und das erschreckenderweise? Gute Frage, Anke… Aber so zwei, drei fallen mir auch ein: Ähnlich wie Anne habe ich “Buffy” recht spät entdeckt – Riley-Staffel, brrrr… Aber das kann man ja fix mit DVDs nachholen. Und noch eine Gemeinsamkeit: Auch bei “Ally McBeal” habe ich einige Zeit gebraucht bis ich die entdeckte, dann war ich aber wirklich Fan bis zur letzten vierten Staffel. (Es gibt für mich keine fünfte Staffel mit Jon Bon Jovi, nein, es gibt keine schlechte fünfte Staffel, nein, nein, nein. Nach der vier ist Schluss.) […]

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